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Socke mit Jojo- oder Bumerangferse
Jojo- oder Bumerangferse
Hier sehen Sie zwei Socken mit der so genannten Jojo- oder auch Bumerangferse. Beim Stricken der "Trekking"-Socke entsteht ein dezentes Ringelmuster. Es gibt aber keinen erkennbaren Farbrapport bei dieser Einfärbung. Das bedeutet, dass beide Socken hintereinander weg gestrickt werden können und nichts abgewickelt zu werden braucht. Bei der "Fortissima"- Socke ist jedoch ein Farbrapport vorhanden. Hier müssen Sie Garn abwickeln, wenn Sie zwei gleich aussehende Socken haben wollen. Beide Sockenpaare wurden nach derselben Anleitung gearbeitet.
Unterschiedliche Garne, gleiche Ferse
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Trekking Color Degrade in Fb. 66 |
Mexico Jeans Color |
So werden die Socken gestrickt
Die Angaben beziehen sich auf Schuhgröße 38.
Sie brauchen 100 g Strumpfwolle mit 420 m Lauflänge, Bambusnadelspiel in Stärke 2,5 mm und eine Sticknadel zum Vernähen der Fäden.
Bundmuster:2 Maschen rechts, 2 Maschen links im Wechsel Grundmuster: glatt rechts, in Runden nur rechte Maschen; in Reihen Hinreihe rechts, Rückreihe links stricken. Maschenprobe: 30 Maschen und 40 Reihen bzw. Runden = 10 x 10 cm
Schaft:
60 Maschen anschlagen und gleichmäßig auf vier Nadeln (14, 16, 14, 16) verteilen. Ca. 50 Runden (in etwa 12 cm) 2 Maschen rechts, 2 Maschen links stricken. Danach 16 Runden (4 cm)in glatt rechts stricken.
Ferse mit verkürzten Reihen:
Die Maschen der ersten und zweiten Nadel auf eine Nadel nehmen. Es wird weiterhin glatt rechts gearbeitet (Hinreihe rechts, Rückreihe links). Die Fersenmaschen in drei Teile teilen (10 Maschen je Teil). Dann werden verkürzte Reihen mit doppelten Maschen von außen nach innen gestrickt.
1. Reihe (Hinreihe): alle 30 Maschen rechts abstricken. Danach die Arbeit mit einem Umschlag wenden. Dafür den Faden von vorne über die rechte Nadel legen.
2. Reihe (Rückreihe): Die erste Masche der linken Nadel links abstricken und dabei den Faden etwas nachziehen. Es ist eine doppelte Masche entstanden. Alle weiteren Maschen links stricken. Danach die Arbeit wieder mit einem Umschlag wenden.
3. Reihe (Hinreihe): Eine doppelte Masche arbeiten, hierbei aber die erste Masche rechts abstricken, und ansonsten alle Maschen rechts abstricken. Die doppelte Masche am Reihenende bleibt ungestrickt. Arbeit wenden.
4. Reihe (Rückreihe): Eine doppelte Masche arbeiten, die restlichen Maschen links abstricken. Die doppelte Masche am Reihenende bleibt ungestrickt.
Die 3. und 4. Reihe solange wiederholen, bis an jeder Seite 10 doppelte und in der Mitte 10 einfache Maschen liegen.
Verlängerung:
Jetzt werden verlängerte Reihen gearbeitet. Dafür die Maschen stricken, wie sie erscheinen und bis zum ersten Umschlag arbeiten. Diesen kurzfristig auf die rechte Nadel heben. Dann den Querfaden, der sich zwischen dem Umschlag und der nächstfolgenden Masche befindet, verschränkt auf die linke Nadel nehmen. Den Umschlag wieder zurück auf die linke Nadel nehmen. Jetzt die ersten drei Maschen der linken Nadel (der Umschlag, der aufgenommene Querfaden und die darauffolgende Masche) zusammenstricken. In den Hinreihen werden diese Maschen immer rechts verschränkt zusammengestrickt, in den Rückreihen links. Dann die Arbeit wenden. Die erste Masche auf der linken Nadel wird so abgehoben, wie sie erscheint. In jeder Reihe werden jetzt die doppelten Maschen in einfache zurückverwandelt. Wenn Sie beim letzten Umschlag angekommen sind, können Sie schon wieder in die Runde gehen und die Fersenmaschen auf zwei Nadeln verteilen. Letzteres ist aber nicht zwingend erforderlich.
Danach für den Fuß ca. 14 cm glatt rechts in Runden arbeiten. Wenn Sie den Strumpf jetzt anpassen, müsste er den kleinen Zeh fast ganz bedecken.
Bandspitze:
Dafür die Maschen sowohl der ersten und zweiten als auch der dritten und vierten Nadel auf je eine Stricknadel nehmen. Es wird jetzt mit drei Nadeln anstatt mit fünfen weiter gestrickt. Am Anfang jeder Nadel die erste Masche rechts abstricken und dann einen einfachen Überzug (1 Masche abheben, die nächste, stricken und die abgehobene Masche über die gestrickte ziehen). Die weiteren Maschen rechts abstricken bis auf die letzten drei. Jetzt die ersten beiden rechts zusammenstricken und die letzte Masche rechts arbeiten. Diesen Vorgang solange wiederholen, bis nur noch je vier Maschen pro Nadel übrig sind. Faden abschneiden und mit der Sticknadel die Maschen im Maschenstich verbinden. Danach die Fäden am Schaft und an der Spitze vernähen.
Anmerkung
Bei der vorliegenden Anleitung handelt es sich um eine Technik, die ich mir selber erarbeitet habe. Grundlage dafür ist eine Anleitung aus einem Begleitheft für Strickmaschinen. Führende Garnhersteller nennen diese Ferse Jojoferse (Lana Grossa) oder auch Bumerangferse ( z. B. Junghans ). Warum, darüber kann ich nur spekulieren. Ich denke, es hängt mit den Eigenschaften der Namensgeber zusammen. Sowohl ein Jojo als auch ein Bumerang sind Dinge, die immer wieder an den Ausgangspunkt zurückkehren. Dasselbe passiert beim Stricken dieser Ferse auch. Zuerst werden Maschen abgenommen, indem man sie Reihe für Reihe stilllegt. Nach Beendigung der Abnahmen werden diese Maschen wieder Reihe für Reihe zugenommen, so dass zum Schluss wieder die Ausgangsmaschenzahl vorhanden ist.
Sowohl Lana Grossa als auch Junghans haben selbst Anleitungen für diese Ferse erarbeitet. Sie finden die Anleitungen dafür hier:
www.lanagrossa.de/service/stricktipps/stricktipp_socken-mit-jojo-ferse.html
www.junghanswolle.de/shop/SID_iydN6zwsgLMH4nWY5N9ARTUReG7t/F=lehrgang/ID_NACHRICHT=1384
Meine Anleitung unterscheidet sich von denen der genannten Hersteller insofern, als dass ich die Zunahmen anders mache als dort angegeben. Das Ergebnis ist aber im Endeffekt dasselbe. Wenn Sie Fragen zu meiner Anleitung haben, dann schreiben Sie mir bitte eine Mail an mich. Ich antworte so schnell wie möglich.
Achtung!!!!
Der Anleitung liegt eine Maschenprobe zugrunde. Alle Angaben basieren darauf. Sie können Ihre Socken auch mit jedem anderen Qualitätsstrumpfgarn nachstricken. Voraussetzung aber dafür ist, dass das verwendete Garn ein Vierfachgarn ist. Es sollte eine Lauflänge von ca. 400 m per 100 g aufweisen, sowie einen Acrylanteil besitzen. Letzterer ist sehr wichtig wegen der Strapazierfähigkeit. Schliesslich wollen Sie Ihre Socken nicht nach dreimaligem Tragen schon mit der Stopfnadel bearbeiten müssen. Außerdem, und das ist ebenfalls sehr wichtig, muss Ihre Maschenprobe mit der in der Anleitung angegebenen übereinstimmen. Nur dann wird der Strumpf so ausfallen, wie er hier beschrieben wurde.
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Hier gibt es das passende Sockengarn
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