Beispiel für Ebenseer Kreuzstich


Osterei Creatives Sticken Osterei Creatives Sticken Rückseite
Ostereier, Creatives Sticken, VorderseiteDas gleiche Bild, nur diesmal wurde
die Rückseite der Stickerei fotografiert.

Die Technik des Kreuzstiches

Die beiden Ostereier, die Sie hier sehen, wurden in Ebenseer Kreuzstich gearbeitet. Obwohl ich schon seit über zwanzig Jahren mit dieser Technik arbeite, weiß ich doch erst seit kurzer Zeit diesen Namen. Um eine solche Rückseite hinzubekommen, gilt es, einige Regeln strikt zu befolgen.
Zuallererst suchen Sie sich den Weg aus, den Sie mit der Farbe gehen wollen. Sie arbeiten mit Hin- und Rücktouren.


Wichtig!!!!

Auf der Vorderseite der Arbeit darf die Nadel nach rechts oder links, nach oben oder unten gehen. Auf der Rückseite jedoch wandert die Sticknadel NUR nach oben oder nach unten.

Es kann vorkommen, dass Sie dabei auf der Hintour den Deckstich zuerst machen müssen. Auf der Rücktour müssen Sie dann die Nadel unter dem Deckstich durchführen, damit alle Stiche in die gleiche Richtung weisen. Es kann auch sein, dass Sie auf der Hintour schon ganze Kreuze fertig machen. Die brauchen Sie dann auf dem Rückweg nicht mehr weiter zu beachten.
Manchmal kommt es aber auch vor, dass Sie auf der Hintour ein Kreuz auslassen müssen. Hier müssen Sie dann besonders aufpassen. Diese Kreuze werden dann auf der Rücktour komplett gestickt.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sie, wenn Sie das erste Mal von dieser Technik hören, meinen Beschreibungen nur schlecht folgen können. Damit Sie es etwas leichter haben, schauen Sie sich doch bitte einmal Kissys Seite an. Sie zeigt dort mit Hilfe von animierten Grafikdateien, wie Ebenseer funktioniert. Sie werden feststellen, die Technik ist wirklich super einfach.

Die Schlaufenmethode

Beginnen Sie Ihre Arbeit niemals mit einem Knoten!!! Verwenden Sie lieber die Schlaufenmethode. Das spart nicht nur Garn, sondern die Rückseite sieht auch besser aus.

Sie benötigen hierfür die doppelte Fadenlänge wie sonst und halbieren die Anzahl der verwendeten Fäden. Dadurch ergibt sich, dass diese Methode nur sinnvoll ist, wenn man mit gerader Fadenzahl arbeitet. Nun nehmen Sie beide Enden des Fadens und fädeln diese in die Nadel. Nun haben Sie einen Faden mit der gewünschten Anzahl Einzelfäden, die am anderen Ende zusammen hängen. Sie führen die Nadel nun von unten nach oben durch den Stoff und lassen die Schlinge hängen. Gehen Sie einen Gewebefaden aufwärts und führen die Nadel wieder auf die Rückseite. Dort gehen Sie mit der Nadelspitze durch die Schlinge und ziehen den Faden fest. Nicht zu fest natürlich, sonst verziehen Sie das Gewebe! Jetzt können Sie ganz wie gewohnt weiterarbeiten, d. h., Sie beginnen mit der Hintour wie weiter oben beschrieben.

Besonderheiten bei Aida

Wenn Sie auf Aida sticken, dann brauchen Sie den Faden nur ganz normal einzufädeln und führen die Nadel um den Gewebefaden, der sich direkt neben dem vorgestanztem Einstechloch befindet. Danach auch hier den Faden doppelt nehmen.

Was tun bei ungerader Stickfadenzahl???

Wenn Sie mit einer ungeraden Anzahl an Stickfäden arbeiten müssen, dann brauchen Sie auf einen sauberen Beginn Ihrer Stickarbeit nicht zu verzichten.

Beginnen Sie Ihr Muster an einer Stelle, wo Sie mehrere Kreuze in einer Farbe zu sticken haben. Gehen Sie in Gedanken ca. drei Kreuze nach rechts und führen die Nadel von unten nach oben durch den Stoff. Die Nadel befindet sich beim dritten Kreuz rechts unten. Auf der Unterseite lassen sie ca. zwei bis drei Zentimeter Faden hängen. Diesen können Sie später vernähen oder auch einfach abschneiden.
Führen Sie jetzt den Faden über die drei Kreuze und stechen Sie beim ersten Kreuz links oben durch den Stoff, gehen dann gerade nach unten und arbeiten den Kreuzstich wie gewohnt.

Wenn Sie Aidastoff benutzen, haben Sie es hier etwas leichter mit dem Abzählen der Kästchen.


Und so sieht das Ganze gestickt aus


Lehrgang Nr. 1 Lehrgang Nr. 2
Das ist die Vorderseite der Arbeit.So sieht die Rückseite aus. Der hängende
Anfangsfaden kann später entweder
vernäht oder abgeschnitten werden.

Wie vernähe ich richtig???

Grundsätzlich gibt es hierbei kein richtig oder falsch.
Damit Ihre Stickerei auch auf der Rückseite ordentlich aussieht, haben Sie die Möglichkeit, den Restfaden auf der Vorderseite der Arbeit zu vernähen. Dazu führen Sie die Sticknadel vorne unter den nächsten drei Kreuzen durch und gehen dann wieder auf die Unterseite des Stoffes. Es empfiehlt sich dabei, mit dem Faden einen schrägen Weg zu gehen, um die Kreuze zu imitieren. Siehe auch Fadenanfang bei ungerader Stickfadenzahl. Sie können hierbei den Faden quer durchziehen oder auch senkrecht nach oben oder unten gehen. Das hängt ganz von den Kreuzen in der Umgebung ab.

Sie können aber auch auf der Rückseite vernähen. Hierzu führen Sie einfach die Nadel abwechselnd von rechts nach links unter den senkrechten Stichen durch und gehen dabei nach oben oder unten. In diesem Fall bitte nicht quer gehen.
Falls Sie sich für diese Methode entscheiden, sollten Sie darauf achten, verschiedene Endfäden nicht immer an ein und derselben Stelle zu vernähen. Es bilden sich, wenn Sie nicht aufpassen, dicke Fadenwülste, die nicht nur hässlich aussehen, sondern auch durch den Stoff durchdrücken können. Da hilft dann auch kein Bügeleisen mehr.



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